Tippen mit einer Hand

Hallo lieber Leser,

tippen mit einer Hand ist nicht gerade spaßig. Es dauert sehr lange und das Großschreiben bereitet große Mühe. Beim gleichzeitigen Drücken von Shift und beispielsweise “m” mit der linken Hand verdreht man sich ganz schö die Finger. Auch die Sorgfalt beim Tippen leidet, wenn man wie ein dreibeiniger Maikäfer über die Tastatur taumelt. Warum ich das schreibe? Ich will Mitleid. Ich will Mitleid und ich langweile mich furchtbar, da ich auf Antibiotika und Schmerzmitteln zu Hause vor mich hin vegitiere und einfach nichts passiert. Hätte es diese Situation vor zwei oder drei Jahren gegeben, wäre mich wenigstens noch der ein oder andere Gerichtsvollzieher oder der Mann von der Gasag besuchen gekommen. Aber so? LAAAANGWEILIG! Eben gerade habe ich Dracula III Legacy auf DVD gesehen. Wenn mir innerhalb der nächsten zehn Minuten nichts besseres einfällt, folgt sicherlich noch “Gargoyles - Schwingen des Todes” oder eine andere anspruchsvolle Literaturverfilmung.

Mein Arm wurde übrigens stillgelegt, weil ich mir bei dem Versuch ein Brötchen zu halbieren, den rechten Daumen quasi mit halbiert habe. Zumindest bis zum Knochen. Jetzt darf ich eine fiese, feine Wundinfektion auskurieren und kann weder Brot schneiden noch Brot schmieren. Heute früh habe ich es immerhin geschafft eine Scheibe Schinken auf ein Toastbrot zu schmeißen. Ich denke, ich werde gleich noch einmal versuchen, die Flasche Apfelsaftschorle aufzuschrauben, die im Kühlschrank steht. Danach vielleicht ein bisschen GTA mit einer Hand oder eben doch Gargoyles.

Das Wetter vor meinem Fenster ist nebelig, die Nachbarin unter mir offenbar schwerhörig und mir langweilig.

Mit müden Grüßen,

CJ


Kommentarfunktion ist deaktiviert